Segeln mit Kindern

Segeln mit Kindern
 
Es gibt wahrscheinlich keine bessere Möglichkeit einen schönen und abwechslungsreicheren Urlaub mit der ganzen Familie zu verbringen, als zusammen einen Segeltörn zu unternehmen.
Jeden Tag gibt es etwas Neues zu entdecken, ob die ruhige Badebucht mit Sandstrand, das geschäftige Treiben im Hafen, der Landausflug, Baden, Tauchen oder Angeln!
Außerdem ist es für die Kinder großartig so viel Zeit, so nah bei den Eltern genießen zu können!
 
Kinder sind viel Anpassungsfähiger als Erwachsene, also keine Scheu!
 
Wir möchten hier einige Hinweise rund um das Thema „Segeln mit Kindern“ geben um Ihnen die Scheu vor einem Segeltörn mit den lieben Kleinen zu nehmen und ein gewisses Grundwissen zu vermitteln ...
 
Sehr gerne veröffentlichen wir auch Ihre Infos und Erfahrungen zum Thema „Segeln mit Kindern“ auf dieser Seite. Schicken Sie uns einfach eine Mail!
 
Themenauswahl:Segeln mit Kindern
 
 
 
Gemäß der CE-Norm muss die Reling an einem Boot bis 8,50 Meter Länge mindestens 45cm hoch sein, bei längeren Booten mindestens 60cm.
 
Zusätzliche Sicherung durch Netze rundherum
Das Anbringen von Netzen die das ganze Schiff umgeben mag die Ästhetik in manchem Auge negativ beeinflussen, bringt aber ein Maximum an Sicherheit.
Die Leinenführung wird leicht beeinträchtigt, dafür fängt ein Netz sicher die stolpernden Kinder ein und auch das umher fliegende Spielzeug und das Kuscheltier ...
 
Strecktaue
Das Deck mit Strecktauen zu versehen ist ein weiteres Muss für den Törn mit Kindern. Ein Strecktau ist eine Leine die vom Bug bis zum Heck auf dem Kajütaufbau gespannt wird. Hier können sich die Kinder mit Ihrer LifeLine einpicken und auf dem Deck bewegen.
 
Elektronische Hilfsgeräte zur Kindersicherung
Hohe Sicherheit bieten auch elektronische Sicherungssysteme die ein „über Bord gehen“ anzeigen sollen.
Bei den meisten Geräten wird eine Basisstation an Bord verbaut und alle Kinder bekommen einen Sender in Form eines Fußbandes oder Armbandes angezogen. Entfernt sich ein Sender dann außerhalb des voreingestellten Radius von der Basisstation (Radius lässt sich einstellen) schlägt das Gerät Alarm. Bei den meisten Geräten wird zusätzlich noch eine MOB Position in der Basisstation oder direkt am Bordsystem angezeigt.
Das Gerät schlägt also Alarm, wenn das Kind schon über Bord ging.
Das ist natürlich keine gute Vorstellung, deshalb sollten diese Geräte nur als Zusatz zu anderen Sicherungen eingesetzt werden.
 
 
 
Schwimmwesten
Grundsätzlich gibt es 2 verschiedene Varianten von Schwimmwesten:
Die FESTSTOFFWESTE stellt dabei die klassische und günstige Variante dar.
Sie besticht durch Preis, einfache Handhabung und wartungsfreien Gebrauch.
Weitere Vorteile im Bezug auf die Handhabung mit Kindern sind die einfache Reinigung und vor allen Dingen: Man kann bedenkenlos mit ihr ins Wasser springen und baden gehen!
 
Das Gegenstück hierzu ist die AUTOMATIKWESTE. Großer Vorteil ist, dass sie kompakter gebaut ist, was das verstauen sehr erleichtert. Auch ist daher die Bewegungsfreiheit besser, was gerade bei Kindern gut ankommt. Das anbringen des LifeBelt funktioniert einfach. Darüber hinaus bieten Automatikwesten auch einen besseren Auftrieb.
Großer Nachteil ist jedoch die Kostenfrage. Die Anschaffung ist bei weitem teurer als bei Feststoffwesten und alle 2 Jahre steht eine Wartung ins Haus. Nach 10 Jahren müssen die Westen sogar jährlich zur Wartung. Ersatzpatronen und Ersatztabletten für den Auslöser müssen immer mitgeführt werden.
 
Worauf beim Kauf von Schwimmwesten geachtet werden sollte
 
In jedem Fall ist es ratsam sich für ein Modell zu entscheiden, bei dem der LifeBelt bereits mit integriert ist. Andernfalls muss man dem Kind immer 2 „Kleidungsstücke“ anziehen, die Schwimmweste und den LifeBelt ...
Nach Möglichkeit sollten verschiedene Modelle ausprobiert werden. Am besten kann man dies z.B. auf Messen.
 
 
 
 
LifeBelt Segeln mit Kindern
Selbst wenn ein Kind mit Schwimmweste gesichert über Bord geht, ist dies eine absolut kritische Situation. Man erinnere sich nur an die ganzen „Boje über Bord“ Manöver die man im Zuge der Ausbildung oder auch später zum Spaß gefahren ist ... nach wenigen Minuten ist die Boje im Wellental verschwunden und kaum noch auszumachen.
Es ist also mit aller Macht zu verhindern das ein Kind über Bord geht.
LifeBelts müssen also bis zu einem gewissen Alter absolute Pflicht sein.
 
 
Kategorien von Schwimmhilfen (Quelle Wikipedia)
Bezeichnung
Auftrieb
Norm
Funktion
Schwimmhilfe
50 Newton
DIN EN ISO 12402-5 früher DIN EN 393
Mindestauftrieb von 50 Newton, nicht ohnmachtssicher, nicht geeignet für Kinder unter 30 kg, z. B. für das Jollensegeln, bei dem eine Rettungsweste zu sperrig wäre, oder beim Wildwasserpaddeln auch mit einem Brustgurt.
Rettungsweste
100 Newton
DIN EN ISO 12402-4 früher DIN EN 395
Mindestauftrieb von 100 Newton, eingeschränkt ohnmachtssicher je nach Kleidung, Einsatzgebiet: Geschützte Gewässer, Binnenrevier.
Rettungsweste
150 Newton
DIN EN ISO 12402-3 früher DIN EN 396
Mindestauftrieb von 150 Newton, ohnmachtssicher, zumeist vollautomatische Rettungswesten (Sportschifffahrt). Im gewerblichen Bereich gibt es zum Teil noch Feststoffwesten. Einsatzgebiet: Hochsee mit wetterfestem Ölzeug.
Rettungsweste
275 Newton
DIN EN ISO 12402-2 früher DIN EN 399
Mindestauftrieb von 275 Newton, ohnmachtssicher in den meisten Fällen auch mit schwerer, wetterfester Kleidung, Einsatzgebiet: Hochsee und extreme Bedingungen, schwere Schutzbekleidung.
 
 
 
 
 
Welcher Schiffstyp? Segeln mit Kindern
In den meisten Fällen wird ein Segeltörn auf einem regulären Einrumpfboot erfolgen. Dagegen ist auch nichts auszusetzen. Gerade für Babys und Kleinkinder ist dies manchmal von Vorteil, wenn es darum geht die Kleinen in den Schlaf zu wiegen. Die Zubereitung von Babynahrung und das Kochen allgemein gestaltet sich natürlich entsprechend schwierig.
 
 
Und hier kommt gleich der große Vorteil des Katamaran ins Spiel.
Aufgrund der Bauweise gibt es auf einem Katamaran quasi keinerlei Krängung, also Schräglage. Dies vereinfacht in den meisten Fällen das Leben an Bord.
Auch bietet ein Katamaran mehr Raum und eine klarere Aufteilung der Räumlichkeiten weil schlicht mehr Kajüten zur Verfügung stehen als bei einem vergleichbaren Einrumpfboot.
 
 

Welches Revier? Segeln mit Kindern

Das Revier sollte bei einem Segeltörn mit Kindern gut überlegt sein.
Viele Faktoren beeinflussen die richtige Auswahl des perfekten Segelreviers.
 
Zu berücksichtigen ist hier besonders die Infrastruktur des jeweiligen Landes.
Gibt es also ausreichend Häfen in denen man gut Wasser, Strom, Diesel und Proviant bunkern kann.
Kleinkinder haben gerne und oft kleine Wehwehchen wie Bindehautentzündung, Fieber oder ziehen sich beim Rumtoben kleine Verletzungen zu. Man muss also also definitiv auch den generellen Entwicklungsstand des Landes berücksichtigen. Gibt es ausreichend gute Krankenhäuser, Ärzte, Apotheken etc.
Verstehen mich die Einwohner des Landes überhaupt? Versuchen Sie mal in einem Krankenhaus einen Krankheitsverlauf mit Händen und Füßen zu erklären, weil niemand Englisch spricht!
 
Damit der Yachtcharter mit Kindern ein gelungener Urlaub wird, sollten im Revier viele abwechslungsreiche Möglichkeiten zur Freizeitbeschäftigung bestehen.
Da wären zum einen die Sandstrände an denen man gerne mal einen Tag oder länger sandeln kann oder auch die abwechslungsreichen Möglichkeiten die ein Landgang so bietet.
Beim Segeln mit Kindern geht es nicht nur um die Aktivitäten an Bord. Die Frage ist also, kann man vor Ort Wassersport betreiben, wie zum Beispiel Surfen oder Wasserskifahren etc.
Ein Törn rund um karge Felsen im Atlantik wird Ihren Kindern auf Dauer nicht so viel Freude bereiten wie ein Strandabenteuer, Wassersport oder mal eine Stadtbesichtigung.
 
Auch die Anreise ist ein Thema beim Segeln mit Kindern. Wer möchte schon 12 Stunden mit Kindern im Flieger sitzen bevor es losgeht? Ein Revier was leicht zu erreichen ist, sollte für einen 1 oder 2 wöchigen Törn die bessere Wahl sein.
 
 
Die meist gebuchten Reviere unserer Kunden zum Thema Segeln mit Kindern sind:
Kroatien - Der Klassiker, gute Infrastruktur, breites Angebot an Aktivitäten vor Ort, kurze Anreise
 
Schweden – Der Geheimtipp für Segeln mit Kindern, gute Infrastruktur, breites Angebot an Sehenswürdigkeiten, extrem kinderliebe Bevölkerung, kurze Anreise und Pippi Langstrumpf wohnt hier!
 
Frankreich – Anspruchsvoller, für jeden etwas, tosende Brandung mit Tidenhub jenseits der 10 Meter, mondäner Flair an der französischen Riviera oder Inselhopping.
 
Griechenland – Breites Angebot an Aktivitäten vor Ort, Infrastruktur teilweise leider sehr sehr veraltet, gute Windverhältnisse, Anreise nur per Flugzeug sinnvoll.
 
Eines vorneweg, es gibt kein richtiges oder falsches Alter für einen Segelurlaub mit Kindern. Kinder sind generell viel Anpassungsfähiger als Erwachsene und kleine Erlebnisse werden schnell zu großen Abenteuern.
 
Auf Reisen mit Kindern findet man generell immer sehr schnell Anschluss und Austausch mit anderen Familien, egal ob an Land oder auf dem Wasser.
Für die Kinder ist es großartig so viel Zeit so nah bei den Eltern zu verbringen.
 
Segeln mit Babys
Babys finden es auf Segelschiffen großartig! Das sanfte schaukeln auf See wirkt Wunder beim Einschlafen!
Einzig das Thema Windeln und ihre Entsorgung stellt eine Herausforderung dar. In den meisten Ländern kann man Windeln der üblichen großen Hersteller erwerben, man muss also nicht kistenweise Windeln mit ins Land schleppen.
Jedoch ist man beim Segeltörn dann auf einen Hafen mit ausreichend Einkaufsmöglichkeiten angewiesen. Hier lohnt es sich dann auf Vorrat zu kaufen, wenn man auch mal ein paar Tage in Buchten ohne Einkaufsmöglichkeit ankern möchte.
Zur Entsorgung sollte man dann ausreichen kleine Plastiktüten dabei haben, um den Geruch einigermaßen unter Kontrolle zu halten, bis die nächste Entsorgungsstelle in Sicht ist ...
 
Segeln mit Kleinkindern
Mit Kleinkindern muss man viele Landgänge einplanen, damit die Kleinen Ihre Energie loswerden. Austoben am Strand ist da angesagt. Für Kleinkinder gibt es nicht tolleres, als am Strand mit Wasser und Sand zu spielen!
Ansonsten kann man auf einem Segelboot alle Spielsachen mitnehmen die man auch Zuhause oder im Auto benutzt. Beispielsweise Puzzle, Spielautos, Bücher etc.
Falls man länger unterwegs ist, lohnt sich vielleicht sogar die Mitnahme eines Kindersitzes aus dem Auto. Wenn man diesen gut an Deck festmacht, macht es den Kleinen einen Riesenspaß Kapitän zu spielen und Sie befinden sich immer im Mittelpunkt des Geschehens! Der Aufwand lohnt natürlich nur bei längeren Törns oder bei Anreise mit dem Auto, wo der Kindersitz eh mitgenommen wird.
 
Segeln mit Kindern ab 6 Jahre
Der Beste Weg die Kinder bei Laune zu halten ist Ihnen Aufgaben zu übertragen. Lassen Sie die Kinder hautnah am Geschehen teilhaben und Sie einfache Aufgaben erledigen wie das mithelfen beim Wasser bunkern oder an Deck die Leinen zusammenlegen, Knoten machen und Ähnliches.
Sie sind Ihre ersten Offiziere, lassen Sie die Kinder bei der Auswahl des nächsten Ankerplatzes mit entscheiden. Bauen Sie ein Floß aus Treibgut oder Holz was Sie am Strand finden ...
 
Segeln mit Teenagern
Binden Sie die Teens in jedem Fall in die Auswahl des Reviers mit ein.
Da man seine Zöglinge selber am Besten kennt, weiß man als Eltern auch ob es gerade sinnvoll ist mit Ihnen eine Woche auf so wenigen Quadratmetern zu verbringen. Die Entscheidung liegt letztlich bei den Eltern.
Im Zeitalter von Facebook und Co. sind „posts“ von einsamen Inseln und exotischen Reisezielen natürlich wieder super cool ...
Auch bei Teens ist es sehr sinnvoll Sie mit in das Leben an Bord einzubinden und Ihnen Aufgaben zu übertragen. Das macht nicht nur Sinn, sondern es fördert auch noch das Verantwortungsbewusstsein und die Eigenständigkeit der Teens.
 
 
Heutzutage stehen glücklicherweise die verschiedensten Arten des Segelerlebnis mit Kindern zur Auswahl. Es ist nicht mehr notwendig das ein Familienmitglied einen Segelschein hat.
 
Klassischer Segeltörn
Beim klassischen Segeltörn mit Kindern verfügt zumindest ein Familienteil, oder ein Besatzungsmitglied über den benötigten Segelschein.
Einfach über die Chartersuche ein geeignetes Segelschiff oder Katamaran im Wunschrevier aussuchen und los geht’s. Oder über unser Kontaktformular ein individuelles Angebot anfordern!
 
Doch Vorsicht, in manchen Revieren benötigen zwei Besatzungsmitglieder einen Segelschein oder zumindest nachweisbare Segelerfahrung. Wenn Sie sich unsicher sind welcher Segelschein für welches Segelrevier benötigt wird, schauen Sie einfach hier nochmal nach: Welche Segelscheine brauche ich für Yachtcharter
 
Klassischer Segeltörn mit Skipper
Ähnlich wie beim klassischen Segeltörn kann man beim Segeltörn mit Skipper auch einfach über die Chartersuche ein geeignetes Segelschiff oder Katamaran im Wunschrevier aussuchen. Oder über unser Kontaktformular ein individuelles Angebot anfordern!
Zusätzlich kann man dann noch als „Zusatzoption“ einen erfahrenen Skipper hinzubuchen. Die Zusatzkosten sind in der Regel überschaubar. Vorteil ist eben, dass man somit einen erfahrenen, gut ausgebildeten Skipper an Bord hat, der sich perfekt in dem Segelrevier auskennt. Einfach die Wünsche mit Ihm durchgehen, zum Beispiel „viele Badestrände anlaufen“ oder „oft in Buchten ankern“ etc. und er oder sie wird sich um den perfekten Segeltörn kümmern!
Bei Fragen oder Anmerkungen können wir natürlich auch vorab Kontakt zum Skipper vor Ort aufnehmen und Ihre Fragen oder Anmerkungen durchsprechen.
 
Zusammenschluss von mehreren Familien/Booten
Die wohl spannendste und beste Variante des Segeln mit Kindern ist wohl der Zusammenschluss von mehreren Familien.
Beim Yachtcharter mit mehreren Familie haben die Kinder natürlich am meisten Spaß, weil Sie mit anderen Kindern zusammen die Welt entdecken können und nie Langeweile aufkommt. Ein Yachtcharter mit mehreren Familien ist natürlich zum Einen für die Kinder am spannendsten und auch abwechslungsreich. Zum Anderen hat der Yachtcharter mit mehreren Familien natürlich auch für die Eltern Vorteile, da die Kinder oft nicht die volle Aufmerksamkeit beim Spielen verlangen, sondern mit den anderen Kindern spielen können.
Wenn es sich bei den Familien um überschaubare, kleine Gruppen handelt, reicht ein großes Segelschiff. Hier sollte man jedoch darauf achten, das jede Familie ausreichend Freiraum bekommt. Auch die Kinder benötigen Ihren Freiraum, zumal wenn die Alterszusammensetzung gemischt ist, haben nicht alle Kinder die gleichen Interessen. Das eine Kind möchte rumtoben, das andere ein Puzzle machen und ein Weiteres möchte vielleicht in Ruhe ein Buch lesen. Um die verschiedenen Bedürfnisse unter einen Hut zu bekommen, muss entsprechend viel Platz für Freiraum an Bord sein.
 
Klassischerweise chartert man bei mehreren mitfahrenden Familien jedoch pro Familie ein Segelboot. Das hat viele Vorteile. Hat man eine schöne Ankerbucht gefunden, kann zum Beispiel ein Segelschiff als „Homebase“ hier vor Anker liegen bleiben, während ein anderes Segelschiff mit Kindern auf Entdeckungsreise geht. Oder man kann abwechselnd alle Kinder auf ein Schiff nehmen, dann haben die Eltern des anderen Schiffes mal einige Stunden Ruhe ...
 
Familienyachtcharter mit mehreren Segelschiffen ist in jedem Fall eine super Möglichkeit, den Familientörn in vollen Zügen zu genießen.
Einfach über die Chartersuche die geeigneten Segelschiffe oder Katamarane im Wunschrevier aussuchen und buchen.
Oder über unser Kontaktformular ein individuelles Angebot anfordern!
 
Kabinencharter für Familien
Für kleine Familien, oder auch falls nur ein Elternteil mitkommt, gibt es auch die Möglichkeit auf einem Segelschiff oder Katamaran mitzusegeln. Dies nennt man dann „Kabinencharter“. Hier muss man dann natürlich Rücksicht auf die Belange und Wünsche der anderen Teilnehmer nehmen. Diese Form des Segeln eignet sich eher für „ältere“ Kinder. Ein schreiendes Baby oder auch Kleinkind sollte man nicht auf einen Segeltörn mit anderen, fremden Mitseglern mitnehmen.
 
Gerne erstellen wir Ihnen ein individuelles Angebot. Schreiben Sie uns einfach über unser Kontaktformular eine kurze Nachricht, wir setzen uns umgehend mit Ihnen in Verbindung!
 
Das Thema Gesundheit und Sicherheit sollte bei jeder Reise, egal ob an Land oder auf See.
Bei der Auswahl der Reiseapotheke sollte stets bedacht werden, dass im Notfall das nächste Krankenhaus oder der nächste Anlaufpunkt für professionelle medizinische Versorgung, oft Stunden entfernt liegen kann.
Es ist also unabdingbar, sich gut mit der eigenen Bordapotheke auszukennen.
Die meisten kleineren Probleme sind die Gleichen wie an Land. Kleine Quetschungen, Prellungen oder kleinere Verbrennungen bzw. Verbrühungen.
Auf einem engen Segelschiff, was Wind und Wetter ausgesetzt ist, besteht jedoch generell ein höheres Infektionsrisiko. Ausreichend steriles Verbandsmaterial und desinfizierende Hilfsmittel sind als Grundausstattung anzusehen. Gerade Verbrennungen stellen ein hohes Risiko dar, weil die Haut sehr geschwächt und somit anfällig ist. Brandverletzungen müssen im Notfall sehr sorgfältig und fachmännisch gereinigt werden.
Stellen Sie am Besten mit Ihrem Arzt oder Apotheker eine individuelle Bordapotheke zusammen. Informieren Sie sich auch über die länderspezifischen Krankheiten (Malaria, Denguefieber, …) und die generelle medizinische Lage vor Ort.
Die meisten Verletzungen kann man mit simplen Hilfsmitteln vermeiden.
Kinder sollten beispielsweise nur mit Schwimmschuhen baden gehen. Somit ist die Bekanntschaft mit Seeigeln oder anderen unangenehmen Zeitgenossen halb so schlimm!
 
Die Ursache der Seekrankheit ist das ungewohnte Schaukeln an Bord eines Schiffes. Es kommt auf Kreuzfahrtschiffen genau so vor wie auf 2 Meter kurzen Jollen.
Über die Wirkungsweise im Körper des Betroffenen, weshalb also der Körper auf das Schaukeln mit Übelkeit reagiert ist jedoch nach wie vor nicht abschließend geklärt. Hierzu gibt es viele verschiedene Erklärungsansätze.
Einerseits wird der Auslöser für die Übelkeit im Ohr vermutet, also im Gleichgewichtssinn.
Ein anderer Erklärungsansatz ist, dass durch die Schaukelei Neurotoxinin ausgeschüttet wird, was vom Körper als Vergiftung fehlinterpretiert wird und somit zum Brechreiz führt.
 
Kinder bis ca. 6 Monate werden weitestgehend von der Seekrankheit verschont. Danach sind Kinder bis 12 Jahre jedoch tendenziell anfälliger für die Seekrankheit.
Medikamente gegen die Seekrankheit
Es bieten sind primär Medikamente an, die per Zäpfchen verabreicht werden können. Über das Thema medikamentierung von Seekrankheit bei Kindern sollte man aber in jedem Fall vorab mit dem Kinderarzt eine Auswahl treffen. Hier ist unbedingt auf die Nebenwirkungen zu achten.
 
Als Hausmittelchen gegen Seekrankheit gelten Ingwer, Tees oder auch isotonische Getränke …
Vorbeugend sollte folgendes beachtet werden:
- Führen Sie Kinder und unerfahrene Segler langsam an das Thema Segeln ran. Verbringen Sie die erste Nacht an Bord möglichst in einer ruhigen Ankerbucht, oder an einem sehr ruhigen und geschützten Liegeplatz im Hafen.
- Beginnen Sie den Segeltörn in kleinen Etappen und steigern Sie die Distanzen behutsam. Falls Sie merken das einzelne Mitsegler überfordert sind, legen Sie mal eine lange Pause mit Landgängen ein.
- Bei der Ernährung möglichst viel kohlenhydrathaltiges Essen kochen, nichts fettiges.
 
Ist die Seekrankheit trotzdem ausgebrochen, sollten sie folgendes tun:
Entweder sollte sich der Betroffene flach auf den Boden legen, da dies die Schwankbewegungen des Betroffenen dämpft. Das wird bei einem Kind meistens nicht wirklich praktikable sein.
Oder der Betroffene sollte einen festen Punkt am Horizont fixieren. Ein markantes Gebäude an Land oder ein anderes Schiff oder notfalls auch eine Wolke.
Bewährt hat sich auch, wenn man den Betroffenen mit leichten Arbeiten ablenkt. Lassen Sie das Kind ruhig mal die Leinen aufrollen oder ähnliches. Natürlich nur, wenn es der Zustand des Kindes noch gefahrlos zulässt.
 
Gerade bei der Seekrankheit gilt, niemals die Sicherheit aus den Augen verlieren. Egal wie übel dem Betroffenen ist, es müssen in jedem Fall die Sicherheitsregeln eingehalten werden. Bevor das Kind zur Reling rennt um sich zu übergeben, muss es sich mit dem LifeBelt eingehakt haben. Auf dem Deck eines Schiffes kann man alles schnell und einfach wegwischen. Der Supergau wäre jedoch, wenn der Betroffene über Bord geht ...

 

 
Wenn man folgende Regeln beherzigt, wird der Törn mit den lieben Kleinen auf jeden Fall ein Erfolg:
- Kinder haben während der Fahrt immer eine Schwimmwesten zu tragen (auch bei Hitze).
- Kinder sind nie ohne Aufsicht eines Erwachsenen an Deck
- In der Nacht dürfen Kinder nicht ohne Erwachsenen raus
- Es wird immer unter Deck geschlafen, keine Abenteuerübernachtungen an Deck
- Mehrere Erwachsene müssen das Schiff bedienen können, falls ein Erwachsener einem über Bord gehenden Kind hinterher springt!
- Der Skipper sollte bei der Törnplanung lange Kreuzkurse vermeiden und bei angekündigtem Schlechtwetter besser im Hafen bleiben.

Wenn man sich aber kein Törnziel aufzwingt, fährt wohin einen der Wind so treibt, und genug Badepausen einplant dann wirds klappen.
Für die Kinder und die Eltern ist es jedenfalls das Größte einmal auch gemeinsam schwierige Situationen (von der Flaute bis zu plötzlich einsetzenden Reffmanövern) zu meistern.

 
Wir möchten darauf hinweisen, dass es sich hierbei um eine lose Auflistung von Hinweisen zum Thema Segeln mit Kindern handelt, die entweder aus eigenen Erfahrungen oder aus Erfahrungen unserer Kunden zusammen getragen wurde. Wir geben weder eine Gewähr für die Vollständigkeit, noch für die inhaltliche Praktikabilität, da jeder Mensch und auch jedes Kind unterschiedlich ist und auch unterschiedlich auf die verschiedensten Situationen reagiert. Sicherheit ist das oberste Gebot an Bord! Dies gilt für Erwachsene, als auch für Kinder!
 
Für weitere Erfahrungsberichte und Hinweise die Sie uns zusenden, sind wir sehr Dankbar und werden diese gerne veröffentlichen.
 
Viel Spaß beim Segeln mit Kinder!
 
Ihr Team von Globalcharter